Diabetes mellitus

Gut behandelbar

Die Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche ist spezialisiert auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen, insbesondere

  • Diabetes mellitus Typ I (E10.-)
  • Diabetes mellitus Typ II und andere Störungen der Blutglukose-Regulation (E11-16)

Die Fachklinik Sylt nimmt neben Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Diabetes mellitus Typ 1 (E10.-) auch Betroffene der anderen, insgesamt selteneren Diabetesformen zur Rehabilitation auf. Der Typ-2-Diabetes (E11.-) tritt bei Jugendlichen meist im Zusammenhang mit starker Adipositas auf, so dass der Behandlungsschwerpunkt hier v.a. auf Normalisierung letzter liegt. Unter Typ 3 (E13.-) werden verschiedene, meist durch einzelne Gendefekte bedingte Diabetes-Varianten subsummiert.

Der Begriff Diabetes mellitus bezeichnet eine Gruppe von Krankheiten, bei denen es anhaltend zu einer erhöhten Glukosekonzentration im Blut (Blutzucker) kommt.

Bei Kindern und Jugendlichen handelt es sich ganz überwiegend um den Typ-1-Diabetes, eine Autoimmunkrankheit, bei der die Produktion von Insulin in der Bauchspeicheldrüse nachlässt, bis schließlich kein Insulin mehr produziert wird. Die Behandlung erfolgt durch den lebenslangen Ersatz des fehlenden Insulins. Dieses wird mit einem Insulin-Pen oder mit einer Insulinpumpe in das Fettgewebe unter der Haut gespritzt bzw. infundiert. Die Dosierung des Insulins richtet sich dabei vor allem nach der gewünschten Zufuhr von kohlenhydrathaltigen Nahrungsmitteln, dem gemessenen Blutzucker und der geplanten körperlichen Belastung. Wichtig ist eine regelmäßige Überprüfung des Blutzuckers, die seit einigen Jahren überwiegend mit einem kontinuierlich messenden Glukosesensor durchgeführt wird. Die Blutglukose soll weitgehend im normalen Bereich gehalten werden, da es sonst im Laufe des Lebens mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Folgeerkrankungen, wie Einschränkungen bis hin zum Verlust der Funktion von Augen, Nieren und Nerven, Gefäßkrankheiten (Herzinfarkt, Schlaganfall, Arterienverschlüsse) kommt.

Der Diabetes erfordert von den betroffenen Kindern und Jugendlichen und deren Familien eine erhebliche Umstellung ihrer Lebensweise. Es muss zwar keine Diät eingehalten werden und es können auch alle alterstypischen Aktivitäten fortgesetzt werden, jedoch bedeuten die ständig notwendige Überwachung des Stoffwechsels und die eingeschränkte Spontaneität bei Essen und Aktivitäten eine erhebliche psychische Belastung. Als zusätzliche Belastungsfaktoren kann es zu Stigmatisierung und Mobbingerfahrungen kommen. Dies kann bis hin zur Therapieverweigerung führen. Auch Depressionen treten bei Diabetes mellitus gehäuft auf.

Drei bis vier Termine im Jahr sind für Gruppen Jugendlicher und junger Erwachsener mit Diabetes mellitus reserviert, die allein ohne Elternbegleitung aufgenommen werden. In der übrigen Zeit betreuen wir Gruppen von jüngeren Patient*innen (ohne Altersbeschränkung nach unten), die mit einer erwachsenen Begleitperson zusammen aufgenommen werden.

Die Fachklinik Sylt ist von der Deutschen Diabetesgesellschaft anerkannt als Diabeteszentrum DDG.