Adipositas

Indikation

Die Fachklinik Sylt für Kinder und Jugendliche ist spezialisiert auf die Behandlung von Stoffwechselerkrankungen insbesondere

  • Adipositas (E 66.-)

Adipositas bei Kindern und Jugendlichen bis 18 Jahre bis ist definiert über den Body-Mass-Indey (BMI), der über der 97. Altersperzentile liegt (E66.04, E66.84 und E66.94). Zu uns kommen auch viele Kinder und Jugendliche mit extremer Adipositas (E66.05, E66.85 und E66.95). Ihr BMI liegt oberhalb der 99,5ten BMI-Perzentile.

Adipositas ist eine chronische Erkrankung mit erheblichen Auswirkungen auf die Lebensqualität sowie die körperliche und seelische Belastbarkeit der Kinder und Jugendlichen, die dann gegebenenfalls zu schlechteren Chancen in Schulbildung und bei der Berufsfindung führen können. Daher ist eine Rehabilitation der Kinder und Jugendlichen besonders wichtig, bevor eine körperliche oder seelische Folgeerkrankung entstehen kann.

Etwa 6 % der Kinder und Jugendlichen in Deutschland sind davon betroffen. Wenn auch in Deutschland die Häufigkeit der Adipositas bei Kindern und Jugendlichen in den letzten Jahren einigermaßen konstant geblieben ist, so hat doch das Ausmaß der Adipositas deutlich zugenommen, insbesondere seit Beginn der Corona-Pandemie 2020.

Eine umfangreiche endokrinologische und gegebenenfalls psychologische Diagnostik vor Antritt der Reha ist hilfreich, um den spezifischen Bedürfnissen der Kinder und Jugendlichen in der Reha adäquat begegnen zu können.

In unserer Rehaklinik behandeln wir zunehmend mehr Jugendliche mit extermer Adipositas (> 99,5te BMI-Altersperzentile) und bereits bestehenden Folgeerkrankungen wie Bluthochdruck, Fett- und Zuckerstoffwechselstörungen, Fettleber oder Hormonstörungen, aber auch mit großen psychosozialen Belastungen sehr unterschiedlicher Natur und Ausprägung. Hier kann eine vier- bis sechswöchige, verhaltenstherapeutisch ausgerichtete Rehabilitation ein erster Anstoß zur Verbesserung der Folgeerkrankungen sein.

Besonders wichtig erscheint uns dabei die gute Nachbetreuung nach der Reha am Heimatort, um das erlernte Verhalten auch zu Hause verstetigen zu können. Mit einer wachsenden Anzahl an Nachsorge-Einrichtungen in Deutschland kann dies zunehmend gelingen.